Schweisshelm-ABC

Einsatzbereich

Schweisshelme für MIG/MAG-Schweißen

Alle Schweißhelme aus unserem Angebot können Sie für das Schweißverfahren MIG/MAG einsetzen.

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Schweisshelme für Elektrodenschweißen

Alle Schweißhelme aus unserem Angebot können Sie für Elektrodenschweißen einsetzen.

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Schweisshelme für WIG-Schweißen

Grundsätzlich sind alle von uns angebotenen Schweißhelme für das WIG-Schweißverfahren geeignet. Je geringer der Schweißstrom, desto höher die Anforderungen an den Schweißhelm. Nicht alle Helme unterstützen das WIG-Schweißen mit sehr niedrigem Schweißstrom (1 bis 20A). Beachten Sie bitte die entsprechenden Angaben in den technischen Daten der Schweißhelme. 

Zu den Schweißhelmen mit WIG-Unterstützung ab 1A geht es hier

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Schweisshelme für Plasmaschneiden

Nicht alle Schweisshelme sind für Plasmaschneiden geeignet. Die entsprechende Info finden Sie in den technischen Angaben des jeweiligen Schweisshelmes.

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Schweisshelme für Plasmaschweißen

Die Dunkelstufen der meisten Schweisshelme befinden sich im Bereich von 8 bis 13. Beim Plasmaschweißen mit geringem Schweißstrom (5 bis etwa 90A) sollten Sie einen Helm mit kleinerer Dunkelstufe (z. B. 5) einsetzen.

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Schweisshelme für Schleifarbeiten

Abhängig von Schweißaufgabe oder Schweißverfahren wäre es produktivitätssteigernd, eine Schweißnaht nach dem Schweißvorgang schnell und sicher nachzuschleifen, ohne den Augen- und Kopfschutz wechseln zu müssen. Gewöhnliche Schweisshelme würden Schleifen als Schweißen interpretieren und zu flackern beginnen.

Diesem ungewollten Effekt läßt sich auf zwei Arten begegnen:

  • Schweisshelme mit integriertem Schleifmodus können je nach Modell mehr oder weniger einfach in den gleichnamigen Schleifmodus gebracht werden. Ungeliebtes Flackern wird so vermieden. Beachten Sie hierbei jedoch, dass die Sicht im Schleifmodus analog der Hellstufe vor dem Schweißen (meist Stufe drei oder vier) ist, also nicht nicht völlig hell.
  • Die zweite Möglichkeit besteht in der Verwendung eines Schweisshelmes mit Hochklappvisier. Diese Modelle sind spürbar teurer, verfügen aber über die Möglichkeit, die Front mit dem Automatikschweißfilter schnell und einfach nach oben zu klappen. Nun ist der Benutzer durch eine wesentlich größere und klare Sichtscheibe beim Schleifen geschützt. Zum Präzisionsschleifen bei schlechten Lichtverhältnissen oder für die Schweißvor- und Nachbearbeitung ist dies eine ausgezeichnete Lösung.
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Problemstellung verdeckter Lichtbogen

Gibt es Probleme bei verdecktem Lichtbogen?

Die meisten preisgünstigen Schweisshelme stoßen bei verdecktem Lichtbogen (möglicherweise auch noch in Kombination mit sehr geringem Schweißstrom) an ihre Grenzen: Der Schweisslichtbogen wird vom Schweisshelm nicht mehr sicher erkannt, der Automatikschweißfilter flackert oder öffnet gar gänzlich. Die störungssicherste Erkennung des Lichtbogens und somit der beste Schutz des Schweißers ist in solchen Extremsituationen nur beim Einsatz von SPEEDGLAS 9100 Schweisshelmen gegeben, dies haben wir in mehreren Anwendungsversuchen mit den unterschiedlichen Schweisshelmmodellen herausgefunden.

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Bedienung und Sichtfeld

Innen- oder Außenbedienung

Die verschiedenen Automatik Schweisshelme unterscheiden sich nicht selten auch in der grundsätzlichen Bedienphilosophie: Innen, außen oder innen/außen kombiniert. Wo liegen die Vor- und Nachteile?

  • Innen im Helm integrierte Bedienelemente können außen nicht stören. Dies bedeutet Schutz vor Beschädigung, gleichzeitig fallen die entsprechend ausgerüsteten Schweisshelme in der Regel etwas schlanker aus als vergleichbare Modelle mit außenliegenden Bedienelementen. Innenbedienung ist also für Arbeiten in Zwangslagen oder unter engen räumlichen Voraussetzungen erste Wahl. Allerdings muss der Schweisshelm für praktisch jede Parameteränderung abgesetzt werden.
  • Schweisshelme mit ganz oder teilweise außen liegenden Bedienelementen sind naturgemäß für Anwendungen in Zwangslagen oder unter engen räumlichen Bedingungen leicht im Nachteil. Jedoch können hier grundlegende Funktionen (meist die Dunkelstufe, teils auch Schleifmodus oder Empfindlichkeit) ohne absetzen des Schweisshelmes von außen vorgenommen werden.
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Auto-ON/OFF

Prinzipiell schaltet jeder Automatik Schweisshelm beim Zünden des Lichtbogens automatisch auf die eingestellte Dunkelstufe um den Anwender zu schützen.

Allerdings gibt es eine Reihe von Schweisshelmen, die vor dem ersten Schweißvorgang von Hand eingeschaltet werden müssen und sich nach dem Schweißvorgang nach einer gewissen Zeit abschalten um die Energieversorgung zu schonen. Dieses Einschalten bedeutet einerseits einen zusätzlichen Handgriff und könnte natürlich auch einmal vergessen werden und so zu einer erhöhten Augenbelastung beim ersten Schweißvorgang führen.

Schweisshelme mit AUTO-ON/OFF sind in unseren technischen Beschreibungen entsprechend gekennzeichnet. Solche Modelle sind sofort, ohne separates Einschalten einsatzbereit.

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Schutzstufeneinstellung manuell oder vollautomatisch

schweisshelme24.de bietet ausschließlich Schweisshelme mit einstellbarer Schutzstufe (auch Dunkelstufe genannt) an. Dies bedeutet, dass der Schweißer die für das jeweilige Schweißverfahren benötigte Schutzstufe per Hand (je nach Modell stufig oder stufenlos) anpassen kann. Meist befindet sich der Einstellbereich zwischen den Stufen 8-13, bei einigen Helmen können z. B. für Autogenschweißen auch kleinere Dunkelstufen gewählt werden.

Darüber hinaus bieten wir Schweisshelme, die die Schutzstufe automatisch der Lichtbogenintensität anpassen. So ist der Schweißer zum Beispiel auch bei wechselnden Stromstärken oder Schweißverfahren ohne Zutun immer perfekt geschützt. Er kann in diesem Automatikmodus die Schutzstufe nach persönlichem Empfinden um max. zwei Schutzstufen nach oben oder unten korrigieren.

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Sichtfeldgröße

Nicht wenige Schweißer sagen: "Beim Schweißen schaue ich eh nur auf den Punkt". Wir sind der Meinung, dass Anwendern die in erster Linie kurze Nähte oder gar Punkte schweißen, ein Schweisshelm mit "normalem" Sichtfeld völlig genügt. Hier spricht man dann von einer Höhe von etwa 45 bis 55mm und einer Breite von etwa 95mm.

Für (längere) Schweißnähte die maximale Präzision erfordern, ist ein "großes" Sichtfeld sehr hilfreich und angenehm. In der Höhe werden dann Werte von bis zu 75mm, in der Breite von bis zu 107mm erreicht. Schweisshelme mit großem Sichtfeld bei gleichzeitig brillianter Sichtqualität sind erheblich teurer in der Anschaffung.

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Farbechte Sicht

Einige Schweisshelme bieten eine farbechte Sicht auch während des Schweißvorgangs. Dies bedeutet, dass sich die Augen weniger umgewöhnen müssen und Schweißnaht bzw. Schmelzbad besser erkennbar sind. Angenehmeres und einfacheres Schweißen sind die Folge.

Bitte beachten Sie: Die Werbefotos der Hersteller suggerieren dem Anwender oft eine absolut realistische Farbwiedergabe während des Schweißens. Dies wird in der Praxis nicht erreicht, aber eine deutliche Verbesserung ist spürbar.

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Energieversorgung

Batterien, fest integriert plus Solarzellen

Mindestens einmal wöchentlich für mehrere Stunden genutzte Schweisshelme mit dieser Art der Energieversorgung können eine Lebensdauer von bis zu sieben Jahren erreichen.

Bei sehr seltener Benutzung kann die Lebensdauer des Automatikschweissfilters auf unter zwei Jahre fallen.

Sind die fest intergrierten Batterien leer, ist der Automatikschweissfilter meist ein Fall für den Sondermüll. Manche Hersteller bieten allerdings eine Überholung des Filters an, bei dem neue Batterien eingesetzt werden.

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Batterien, austauschbar (meist) plus Solarzellen

Die hinsichtlich Lebensdauer beste Art der Energieversorgung. Da die (marktüblichen) Batterien bei Bedarf einfach ausgetauscht werden können, spielt es keine Rolle wie oft der Schweisshelm in Benutzung ist.

Auch Gelegenheitsschweisser die ihren Schweisshelm nur extrem selten nutzen, sind hier auf der sicheren Seite

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Akku plus Solarzellen

Seit 2017 bietet Optrel im neuen Panoramaxx eine bis dahin bei Schweisshelmen nicht eingesetzte Art der Energieversorgung an. Der Panoramaxx besitzt statt Batterien einen Akku, der entweder per handelsüblichem USB-Kabel oder die Solarzellen aufgeladen wird.

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Kopfband / Schweißband

Kopfband

Viele Schweißer setzen ihren Schweisshelm auf und schweißen los. Sensiblere Naturen bzw. Schweißer die in Zwangslagen oder sehr lang am Stück arbeiten müssen, sind dankbar über zusätzliche Kopfbandfeatures.

Günstigere Helmmodelle bieten meist folgende Justiermöglichkeiten:

  • Weitenverstellung
  • Höhenverstellung
  • Neigungsverstellung


Hochwertigere Schweisshelme besitzen (teils) zusätzlich:

  • Abstandseinstellung zwischen Gesicht und Schweißmaske
  • Bandstraffung feinjustierbar
  • Hinterer Bandteil separat justierbar. Zum Beispiel zum Anpassen an verschiedene Kopfformen oder zum Tragen einer Mütze


Achtung bei großen Köpfen. Die meisten Schweisshelme passen einfach nicht für größere Köpfe. Einzig die SPEEDGLAS-Schweisshelme bieten mit ihren bis zu Kopfgröße 64 passenden Kopfbändern hier eine Lösung.

Merke: Die Kopfgröße (im Beispiel 64) wird in cm gemessen.

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Schweißband

Das Schweißband ist Teil des Kopfbandes und sitzt in der Regel vorne an der Stirn. Einige Helme verfügen zusätzlich über ein Schweißband am hinteren Teil des Kopfbandes. Beide Bandteile sollen entstehenden Schweiß aufnehmen und als "Puffer" zwischen Kopf und Kopfband dienen.

Hochwertige Schweißhelme besitzen Schweißbänder die atmungsaktiver sind, und eine bessere Befestigung am Kopfband haben (z. B. durch Klettverschluß).

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Gewicht

Leichter = besser?

Augenscheinlich unterscheiden sich die Gewichte der verschiedenen Schweißhelme zunächst nur wenig. Doch wer stundenlang mit Schweißhelm arbeitet, weiß einen leichteren Helm sicher zu schätzen. Wenn auf ein hohes Gewicht noch ein unausgewogenes Kopfband trifft, sind am Ende der Schicht Nackenprobleme keine Seltenheit.

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Anschaffung & laufende Kosten

Wie erklären sich die erheblichen Preisunterschiede bei der Anschaffung?

Billigmodelle gewährleisten im besten Fall noch die sichere Umschaltung auf die Dunkelstufe. Bei Fertigung sowie Kontrolle der automatischen Schweißfilter sind sie hochwertigen Modellen allerdings deutlich unterlegen. Letztere weisen nur sehr wenige, kleine Fehlerstellen auf, die für Ihre Augen ungefährlich sind. Bei billigen Helmen ist das Gegenteil der Fall; mehr und größere Fehlerstellen stellen eine erhebliche Gefahr dauerhafter Augenschädigung dar. Die Tücke besteht darin, daß diese Fehlerstellen nicht mit bloßem Auge sichtbar sind. Eigentlich sollte diesbezüglich kein Schweißer an der falschen Stelle sparen - speziell Anwender die bereits Augenprobleme haben oder stundenlang am Stück schweißen, sollten auf keinen Fall diese Gefahren in Kauf nehmen.

Unabhängig vom Sicherheitsaspekt bieten teurere Helme (beispielsweise von Speedglas, Optrel oder Balder) meist gute Zusatzfunktionen oder größere Sichtfelder. Die Sicht durch den Automatikschweißfilter ist spürbar klarer und gleichmäßiger.

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Entstehen laufende Kosten?

Ein Schweißhelm benötigt hinsichtlich Wartung an sich keine große Aufmerksamkeit. Verzichtet man darauf ihn fallen zu lassen oder zu großer Hitze auszusetzen, begnügt er sich mit dem einsatzabhängigen Austausch von Vorsatzscheiben und Schweißbändern. Gerade auf den Tausch der Vorsatzscheiben sollten Sie keinesfalls verzichten, denn neben der ordnungsgemäßen Funktion sichert er auch den Gewährleistungsanspruch des Helms.

Bei namhaften Herstellern können Ersatz- und Verschleißteile allerdings um bis zu 150% teurer sein als bei funktional vergleichbaren Produkten günstigerer Hersteller.

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