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Euro Zentralanschluss nachrüsten - Vorteile & Hinweise

Vorteile der Umrüstung
Mit einer Umrüstung Ihres MIG/MAG-Schweißgerätes auf EURO-Zentralanschluss entscheiden Sie sich für eine zukunftssichere Lösung, die Ihnen viele Vorteile verschafft:

  • Werkzeugloses Wechseln des Brenners in Sekunden - ohne umständliches Öffnen des Gerätegehäuses
  • Zugriff auf ein riesiges Angebot von preisgünstigen, passenden Schweißbrennern
  • Verwendung von gängigen, preisgünstigen Standardverschleißteilen
  • Einfacher, schneller Wechsel der Drahtführungsspirale
  • In vielen Fällen ist der neue Brenner spürbar leichter und handlicher


Unterschiede zwischen den Umrüstsätzen

Wer sich für eine Umrüstung auf EURO Anschluß interessiert, findet im Markt Universalsätze für etwa 25 Euro wie auch wesentlich teurere Umbausätze für weit über 100 Euro. Wie sind diese Preisunterschiede zu erklären?

Die für eine Umrüstung infrage kommenden Schweißgeräte differieren teils erheblich in den verbauten Komponenten für den Übergang von Drahtvorschub zum Schweißbrenner. Entsprechend unterscheiden sich die für einen Umbau notwendigen Umrüstsätze. Unterschiedliche Längen, Durchmesser, Innen- oder Außengewinde können von einem Universal-Umrüstsatz für wenig Geld nur unzureichend bzw. gar nicht abgedeckt werden. Erhebliche Nacharbeiten - die im ungünstigsten Fall spezielle Ausrüstung wie z. B. eine Drehbank erfordern - können je nach Gerätetyp notwendig sein.

Weil der EURO-Zentralanschluß später den Schweißstrom überträgt und für die zuverlässige Förderung des Schweißdrahtes mitverantwortlich ist, bieten wir ausschließlich speziell für den jeweiligen Gerätetyp vorkonfigurierte Umrüstsätze an. Diese Umbausätze sind entsprechend teurer, doch passen hier Durchmesser, Länge, Gewindeart usw. optimal zum Gerät.

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Muß ich bei den Umrüstsätzen von SB SCHWEISSTECHNIK noch Anpassungen vornehmen?
Der eigentliche Zentralanschlusskörper passt wie beschrieben im Gegensatz zu einfachen Universalsätzen exakt für den angegebenen Gerätetyp. Fallabhängig können jedoch Zusatzarbeiten nötig sein, die mit etwas technischem Verständnis leicht zu erledigen sind. Je nach Typ wird zum Beispiel der originale Steuerleitungsstecker wiederverwendet, so daß dieser ab- und wieder angelötet werden muß. Teilweise ist die Steuerverbindung durch handelsübliche Verbinder wiederherzustellen. Für die Montage des Isolierflansches müssen möglicherweise drei neue Löcher gebohrt werden. Diese evtl. Zusatzarbeiten müssten Sie auch bei einem Billig-Universal-Umbausatz vornehmen.

Was, wenn ich mit dem Umbau nicht zurecht komme?
Sollten während des Umbaus Fragen aufkommen, stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Seite und geben Ihnen entsprechende Tipps. Rufen Sie uns einfach an unter (02741) 94840 - wir helfen Ihnen gerne weiter!

Umbauschritte
Nachfolgend haben wir Ihnen die grundlegenden Arbeitsschritte dargestellt.

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WICHTIG!
Schalten Sie vor Arbeitsbeginn Ihr Schweißgerät aus und ziehen dessen Netzstecker aus der Steckdose.

Ausbau der alten Komponenten (Bild 1)

  • Merken Sie sich die Einbauposition der verbauten Altteile wie z. B. Scheiben, Muttern usw. Unser Tipp: Machen Sie einen Schnappschuss mit Kamera oder Smartphone bevor Sie beginnen.
  • Bauen Sie nun die alten, für die Verbindung zwischen Drahtvorschub und Brenner zuständigen Komponenten aus und bewahren diese auf.


Montage des Zentralanschlusskörpers (Bild 2)

  • Setzen Sie den Zentralanschluss (ggf. unter Verwendung und Einbauposition der oben erwähnten Scheiben, Muttern usw.) in die Maschine ein.
  • Vermeiden Sie Beschädigung und Verdrehen des Gasschlauches und der Steuerleitung. 
  • Ziehen Sie die montierten Komponenten so per Hand an, dass sie gerade noch beweglich sind. 
  • Achten Sie darauf, dass kein Kontakt zwischen Zentralanschluß und Maschinengehäuse besteht.


Vorbiegen und Montage des Kapilarrohres (Bild 3)

  • Damit sich das Kapilarrohr später nicht verschieben oder bei einem Transport der Maschine ohne Schlauchpaket verloren gehen kann, Kapilarrohr ganz leicht vorbiegen.
  • Danach Kapilarrohr soweit wie möglich von Hand in den Zentralanschluß schieben. Die endgültige Position wird erreicht, in dem Sie den Schweißbrenner wie im Bild zu sehen ansetzen und das Rohr dann kpl. in den Zentralanschluß einschieben und den Schweißbrenner mit seiner Überwurfmutter anziehen.
  • Wenn alles richtig montiert wurde, sollte sich das Kapilarrohr kurz vor den Förderrollen befinden.


Montage des Isolierflansches (Bild 4)

  • Schweißbrenner wieder abschrauben und Isolierflansch spannungsfrei auf den Zentralanschluss aufstecken.
  • Sollten keine oder zu wenige Löcher für die Montage des Flansches an Ihrem Gerät vorhanden sein, markieren Sie sich diese bitte über die Bohrungen im Isolierflansch. Nach dem Bohren und entgraten der Löcher kann der Flansch mittels Werkzeug und geeigneter Schrauben montiert werden.


Überprüfung der Mechanik und festziehen der Befestigungselemente

  • Überprüfen Sie erneut die Montage des Antriebs und des Zentralanschlusses auf spannungsfreie Montage.
  • Befestigungselemente mit einem Werkzeug fest anziehen.


Montage des Gasanschlusses

  • Gasanschluss je nach Gerätetyp mittels der bereits montierten Überwurfmutter oder Schnellkupplung wiederherstellen.


Montage des Steueranschlusses

  • Je nach Gerätetyp muß der Steueranschluss unter Verwendung des in der Maschine vorhandenen Anschluss-Steckers oder anderer geeigneter Anschlussverbinder analog des Originalanschlusses wiederhergestellt werden (je nach Maschinentyp kann dazu eine Lötausrüstung oder Presszange erforderlich sein).
  • Die beiden Steuerkabel des Zentralanschlusses dürfen untereinander und zum Maschinengehäuse keinen Kontakt haben.
  • Eine Polung der beiden Steuerkabel des Zentralanschlusses muß nicht beachtet werden.
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